Seit Juni 2023 führt Berlin Cures eine klinische Studie der
Phase II mit BC 007 in der Indikation Long COVID – einem akuten
und wachsenden globalen Gesundheitsproblem – durch, um
aussagekräftige und belastbare Ergebnisse zur Wirksamkeit,
Sicherheit und Verträglichkeit der Substanz bei Patienten mit
Long COVID zu erhalten. Erste Ergebnisse werden in Q4 2024
erwartet.
In den folgenden Abschnitten geben wir
regelmässig aktualisierte Antworten auf die am häufigsten
gestellten Fragen. Sollten Sie auf unserer Website keine
Antworten auf Ihre Fragen finden, zögern Sie bitte nicht, sich
über
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an uns zu wenden.
Wer ist Berlin Cures?
Berlin Cures ist ein Biotechnologieunternehmen in der klinischen Phase [ME1] mit Sitz in Berlin, Deutschland, das sich auf Autoimmunerkrankungen spezialisiert hat, die durch funktionelle Autoantikörper (fAAKs) verursacht werden. Das Team von Berlin Cures hat sich über zwei Jahrzehnte der Erforschung von fAAKs gewidmet und erfolgreich eine Biotechnologie identifiziert, die es ermöglicht, diese effektiv zu neutralisieren. Berlin Cures wurde 2014 mit dem Ziel gegründet, den Übergang vom Konzept zu therapeutischen Lösungen zu ermöglichen.
Was ist BC 007?
BC 007 ist ein Aptamer, das aus einer Sequenz von 15 DNA-Bausteinen (Nukleotiden) besteht, die eine einzigartige dreidimensionale Struktur (G-Quadruplex) bilden. Es funktioniert ähnlich wie ein Antikörper, indem es schädliche funktionelle Autoantikörper (fAAKs) im Körper bindet und neutralisiert, und so die Ursache von Autoimmunkrankheiten behandelt.
Wie funktioniert BC 007?
BC 007 ist ein Aptamer, das aus einer Sequenz von 15
DNA-Bausteinen (Nukleotiden) besteht, die eine einzigartige
dreidimensionale Struktur bilden. Es funktioniert ähnlich wie
ein Antikörper, indem es schädliche funktionelle
Autoantikörper (fAAKs) im Blut bindet und neutralisiert, und
so die Ursache von Krankheiten bekämpft, die von fAAKs
ausgelöst werden.
Ausgehend von klinischen
Erkenntnissen ist BC 007 kaum bzw. nicht immunogen und sehr
gut verträglich. Es bewirkt lediglich eine vorübergehende
Blutverdünnung während der Infusion, was zu seiner Wirksamkeit
beitragen könnte, da winzige Blutgerinnsel als eine der
Ursachen für die Symptome von Long COVID vermutet werden.
Diese blutverdünnende Wirkung verschwindet innerhalb weniger
Minuten nach Abschluss der Infusion.
Wichtig zu
beachten ist, dass BC 007 laut Labordaten die für die Funktion
des Immunsystems notwendigen IgG-Antikörper nicht wesentlich
beeinträchtigt. Es neutralisiert stattdessen wirksam die
schädlichen fAAKs und unterbindet deren Synthese (Bildung)
über längere Zeit.
Berlin Cures hat zudem ein
Testsystem entwickelt, um das Vorhandensein von fAAKs
nachzuweisen. Diese Tests dienen dazu, Long-COVID-Patienten zu
identifizieren, die für die Teilnahme an der Studie geeignet
sind. Während der Studie werden die Tests zur Überwachung der
Patienten eingesetzt und auch die Neutralisierung von fAAKs
kann mit diesen Tests bestätigt werden.
Berlin
Cures ist Vorreiter beim Einsatz dieser Plattformtechnologie
zur Neutralisierung von fAAKs, die zur Entwicklung einer
Vielzahl von Autoimmunerkrankungen beitragen, darunter Long
COVID, Herzinsuffizienz, Glaukom, ME/CFS und viele mehr. Somit
verfügt BC 007 über das Potenzial, verschiedene
Autoimmunerkrankungen zu heilen. Weitere Informationen zu
diesem Thema finden Sie im folgenden Abschnitt.
Was sind funktionelle Autoantikörper (fAAKs)?
Im Gegensatz zu den einfachen, zerstörenden Autoantikörpern erfüllen die sogenannten funktionellen Autoantikörper eine aktivierende Funktion im Körper. Sie können sogenannte G-Protein-gekoppelte Rezeptoren fälschlicherweise überstimulieren, die wiederum bestimmte Signalwege aktivieren, was zur Entwicklung von fAAK-assoziierten Krankheiten führen kann. Diese Unterklasse von Autoantikörpern wurde von Gerd Wallukat entdeckt und von ihm erstmals bereits 1987 in wissenschaftlichen Forschungsarbeiten beschrieben.
Handelt es sich bei BC 007 um ein frei erhältliches Arzneimittel?
BC 007 ist eine Substanz, die derzeit in klinischen Studien erprobt wird. Erst nach erfolgreichem Abschluss der erforderlichen klinischen Studien und der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden kann BC 007 als Arzneimittel erhältlich werden.
Ist BC 007 derzeit käuflich erhältlich und kann mir zugänglich gemacht werden?
BC 007 wird derzeit nicht vertrieben und Berlin Cures stehen keine Dosen zum Vertrieb zur Verfügung. Die begrenzte verfügbare Menge des Wirkstoffs ist für klinische Studien reserviert. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit darauf, die Forschung voranzutreiben.
Was ist eine Plattformtechnologie?
Funktionelle Autoantikörper (fAAKs) können die Ursache für mehrere Autoimmunkrankheiten sein, darunter Untergruppen koronarer Herzerkrankungen, bestimmte Augenkrankheiten und das Long-COVID-Syndrom. Daher könnten Wirkstoffe, denen es gelingt, fAAKs zu neutralisieren, potenziell gegen verschiedene Krankheiten wirksam sein. Der Ansatz von Berlin Cures, fAAK-bedingte Krankheiten durch Wirkstoffe, die diese fAAKs neutralisieren, zu bekämpfen, kann als Plattformtechnologie bezeichnet werden. Die derzeitigen Forschungen konzentrieren sich auf klinische Studien mit BC 007 in der Indikation Long COVID.
Was ist der aktuelle Stand der Forschung?
Der Erfolg der klinischen Phase-II-Studie bei Long COVID ist der nächste Meilenstein auf dem Weg zur Zulassung von BC 007. Die Studie wird derzeit in fünf europäischen Ländern durchgeführt. Dieser multinationale Ansatz zielt darauf ab, eine Therapie für Long COVID und einen neuen Behandlungsansatz für zahlreiche weitere mit fAAKs assoziierte Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Glaukom zu entwickeln. Nach dem Abschluss der Rekrutierung im April 2024 rechnet das Unternehmen mit der Veröffentlichung erster Ergebnisse der Phase-II-Studie bei Long COVID in Q4 2024.
Was passiert in der Phase-II-Studie?
Die Phase II ist die erste klinische Studie von BC 007 in der
Indikation Long COVID. Sie schafft die notwendige Grundlage
für eine grössere Zulassungsstudie und weitere Studien (z. B.
mit Patienten mit länger zurückliegenden
SARS-CoV-2-Infektionen).
Die Studie umfasst 114
Patienten, die in drei Gruppen mit zwei Dosierungen und einem
Placebo-Arm eingeteilt werden, und wird in etwa einem Dutzend
Zentren in fünf Ländern durchgeführt.
Ziele der
Studie sind die Neutralisierung von fAAKs, die Bewertung der
Wirksamkeit (deutliche Verbesserung der schweren Symptome)
sowie die Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit (bisher
wurde BC 007 von etwa 100 Probanden sehr gut vertragen).
Wann ist mit einer Zulassung zu rechnen?
Im Falle positiver Ergebnisse der klinischen Phase-II-Studie wird Berlin Cures die Genehmigung für den Beginn einer klinischen Phase-III-Studie beantragen. Die Entscheidung darüber wird nach Auswertung der Ergebnisse der Phase-II-Studie getroffen. Wenn das Phase-III-Programm erfolgreich verläuft, wird Berlin Cures die Zulassung von BC 007 bei den zuständigen Behörden beantragen können.
Wo wird die Phase-II-Studie durchgeführt?
Alle Prüfzentren, die an der Studie teilgenommen haben, sind im Register auf clinicaltrials.gov aufgeführt.
Wie kann man sich für die Studienteilnahme bewerben?
Die Patientenrekrutierung für die Phase-II-Studie wurde im April 2024 abgeschlossen. Es können keine weiteren Anfragen berücksichtigt werden.
Welche Voraussetzungen / medizinische Vorgeschichte / Autoimmunwerte muss ein potenzieller Proband für die Studie aufweisen?
Bitte beachten Sie, dass der Rekrutierungsprozess für die
Phase-II-Studie seit April 2024 abgeschlossen ist.
Zentrale
Einschlusskriterien für die Studienteilnahme waren eine
nachgewiesene SARS-CoV-2-Infektion (unabhängig vom
Impfstatus), ein Mindestalter von 18 Jahren (ohne Obergrenze)
sowie mässige bis schwere Erschöpfung. Die ausführlichen
Einschlusskriterien können auf clinicaltrials.gov nachgelesen
werden.
Ursprünglich wurde nur eine
COVID-19-Infektion innerhalb der vorherigen 12 Monate
berücksichtigt. Mit Blick auf die Bedürfnisse der
Betroffenengruppen wurden die Kriterien im Januar 2024
angepasst, um auch Patienten mit länger zurückliegenden
COVID-19-Infektionen in der Studie zu berücksichtigen. Ebenso
wurden Betroffene mit einer stabil verlaufenden (chronischen)
Erkrankung, bei der davon auszugehen ist, dass sie nicht für
die neu aufgetretene Symptomatik verantwortlich ist,
zusätzlich berücksichtigt.
Sollte ich als Proband meine Erfahrungen in der Studie mit anderen Personen teilen?
Wir bitten alle Studienteilnehmer ausdrücklich, nicht
öffentlich über ihre Erfahrungen in der Studie zu sprechen,
insbesondere nicht in sozialen Netzwerken online, da dies die
Validität der Ergebnisse gefährden könnte.
Als Teil
der Studie haben sich die Teilnehmer verpflichtet, die
Richtigkeit und Zuverlässigkeit der erhobenen Daten zu
gewährleisten. Individuelle Erfahrungen, die online geteilt
werden, könnten fehlinterpretiert werden oder zu
Verhaltensweisen führen, die letztlich die Ergebnisse der
Studie verfälschen könnten. So kann ein Beitrag in den
sozialen Medien beispielsweise beeinflussen, wie andere
(potenzielle) Teilnehmer ihre Symptome wahrnehmen oder
schildern, was es schwieriger macht, die Wirksamkeit der
Behandlung zu beurteilen.
Valide Ergebnisse sind
entscheidend für ein schnelles Zulassungsverfahren. Die
Phase-II-Studie soll aussagekräftige und belastbare Ergebnisse
zur Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von BC 007 bei
Patienten mit Long COVID liefern. Im Falle positiver
Ergebnisse wird Berlin Cures die Genehmigung für den Beginn
der klinischen Phase-III-Studie beantragen, die eine
Voraussetzung für die Zulassung darstellt.
Wir
empfehlen Ihnen, Ihren Arzt oder weiteren
Gesundheitsdienstleister über Ihre Studienteilnahme zu
informieren. Es spricht auch nichts dagegen, Ihre Erfahrungen
vertraulich mit Familienmitgliedern, Freunden oder anderen
Ihnen nahestehenden Personen zu teilen. Diese sind ebenfalls
angehalten, die Informationen vertraulich zu behandeln.
Welche Faktoren haben die Dauer bis zum Studienbeginn beeinflusst?
Voraussetzungen für den Beginn einer klinischen Studie sind immer eine ausführliche Untersuchung und Dokumentation der Prüfsubstanz, Laborversuche sowie die Erarbeitung eines klinischen Studienprotokolls. Nachdem dieses Prüfverfahren abgeschlossen ist, kann die Genehmigung für die Studie erteilt werden. Berlin Cures hat sich im 2022 auf die Erstellung dieser Unterlagen für Deutschland konzentriert und sie Ende 2022 bei den Zulassungsbehörden eingereicht. Nach der erteilten Genehmigung wurde die Studie im Juni 2023 begonnen.
Ist es möglich, dass die positiven Ergebnisse der Long-COVID-Therapieversuche auf den Placebo-Effekt zurückzuführen sind?
Das ist höchst unwahrscheinlich. Die Studienteilnehmer haben zuvor möglicherweise mehrere Behandlungen durchlaufen. Wenn ein Placebo-Effekt vorliegen würde, wäre zu erwarten, dass er sich während einer dieser früheren Behandlungsphasen manifestiert.
Warum konzentriert sich Berlin Cures auf Long COVID?
Weltweit sind etwa 100 Millionen Menschen von Long COVID
betroffen1, in Europa sind etwa 36 Millionen
Patienten erkrankt2, und in Deutschland leben mehr
als 1 Million Menschen mit Long COVID. Viele Patienten leiden
unter schweren Symptomen und sind dem Risiko ausgesetzt, ein
Chronisches Fatigue Syndrom (CFS) zu entwickeln und längere
Zeit arbeitsunfähig zu sein. Eine frühzeitige Behandlung von
Long COVID könnte eine Chronifizierung verhindern, die zu
ME/CFS führt.
Wirksame Therapien sind notwendig, um
langfristige Gesundheitsschäden zu verhindern, Ausfallzeiten
zu verkürzen und den Betroffenen ein lebenswertes Leben zu
ermöglichen – und um die negativen sozioökonomischen
Auswirkungen der Erkrankung zu begrenzen. Schätzungen zufolge
hat Long COVID das Arbeitskräfteangebot in der EU im Jahr 2022
um bis zu 1,1 Millionen Menschen verringert, indem es zu einer
geringeren Produktivität, einem höheren Krankenstand,
niedrigeren Arbeitszeiten und einer Zunahme der
Arbeitslosigkeit oder Nichterwerbstätigkeit
führte3. In Deutschland werden die Gesamtkosten des
Produktivitätsverlusts auf bis zu 3,4 Mrd. EUR und ein
zusätzlicher Bruttowertverlust von bis zu 5,6 Mrd. EUR
geschätzt4. Ohne wirksame Therapien entstehen für
unsere Gesellschaft durch Long COVID entsprechend
beträchtliche und steigende Kosten.
Die durch die
Coronavirus-Infektion ausgelösten Symptome sind vielfältig.
Bei einem Grossteil der Patienten lassen sich funktionelle
Autoantikörper (fAAKs) nachweisen, die mit BC 007
neutralisiert werden könnten. Die Aktivität dieser fAAKs
könnte viele Long-COVID-Symptome erklären. Daher ist es von
entscheidender Bedeutung, Patienten aus dieser grossen Gruppe
von fAAK-positiven Personen in einer umfassenden klinischen
Studie mit BC 007 zu behandeln.
- Perumal, R., Shunmugam, L., Naidoo, K., Abdool Karim, S. S., Wilkins, D., Garzino-Demo, A., Brechot, C., Parthasarathy, S., Vahlne, A., & Nikolich, J. Ž. (2023). Long COVID: a review and proposed visualization of the complexity of long COVID. Frontiers in immunology, 14, 1117464. https://doi.org/10.3389/fimmu.2023.1117464
- World Health Organisation. (2024). Statement – 36 million people across the European Region may have developed long COVID over the first 3 years of the pandemic (who.int). Online.
- Ramos, Santiago & Maldonado, Joana & Vandeplas, Anneleen & Ványolós, István. (2024). Long COVID: A Tentative Assessment of Its Impact on Labour Market Participation and Potential Economic Effects in the EU. 10.2765/245526.
- Gandjour A. (2023). Long COVID: Costs for the German economy and health care and pension system. BMC health services research, 23(1), 641. https://doi.org/10.1186/s12913-023-09601-6
Wird ME/CFS in die laufenden Forschungsstudien einbezogen?
Zum aktuellen Zeitpunkt fokussieren wir unsere Bemühungen und
die Entwicklung von BC 007 auf Long COVID. Unser Ziel dabei
ist es, eine wirksame Therapie zur Behandlung von Long COVID
auf den Markt zu bringen. Eine solche Therapie könnte eine
Chronifizierung verhindern, die zu ME/CFS führen kann.
Unsere
Arbeit wurde bisher ausschliesslich durch private Investoren
finanziert. Nun möchten wir unser Erbe als kleines,
spezialisiertes Forschungsunternehmen hinter uns lassen und
uns für institutionelle und strategische Investoren öffnen.
Sobald wir über zusätzliche Ressourcen verfügen, können wir
die Anwendung unserer Plattformtechnologie auf weitere
Indikationen vorantreiben. Weitere Einzelheiten über die
Plattformtechnologie finden Sie unter "Was ist eine
Plattformtechnologie".
Arbeitet Berlin Cures mit Universitätskliniken zusammen, die eigene Forschung betreiben?
Berlin Cures arbeitet eng mit einer Reihe von Universitätskliniken zusammen, die an der Phase-II-Studie bei Long COVID teilnehmen. Unser klinisches Studienprogramm ist von entscheidender Bedeutung, um ein sicheres und wirksames Medikament auf den Markt zu bringen, das potenziell Millionen von Patienten helfen könnte. Daher hat dies für uns höchste Priorität. Wir begrüssen und schätzen die von akademischen Einrichtungen durchgeführte Forschung und sind offen für Kooperationen, sobald die dringenden Anforderungen an unser klinisches Studienprogramm erfüllt sind.
Welche Bedeutung haben die Forschungsergebnisse der Universität Zürich zum Thema Long COVID für den Ansatz von Berlin Cures?
Die kürzlich von der Universität Zürich veröffentlichten Forschungsergebnisse zu Long COVID deuten darauf hin, dass immunologische Prozesse eine wichtige Rolle bei der Entstehung und dem Fortbestehen der Krankheit spielen können. Diese Erkenntnisse stehen im Einklang mit dem wissenschaftlichen Ansatz von Berlin Cures, der die Bedeutung einer überaktiven Immunantwort bei Long COVID hervorhebt. Im Falle von Berlin Cures und dem Wirkstoff BC007 geht es um schädliche funktionale Autoantikörper, die als Reaktion auf die fehlgeleitete Immunreaktion entstehen – diese sollen durch den Wirkstoff neutralisiert werden. Die grundsätzliche Synergie zwischen der Zürcher Studie und den langjährigen Forschungsergebnissen von Berlin Cures könnte ein wesentlicher Schritt in Richtung eines umfassenderen Verständnisses und einer verbesserten Behandlung von Long Covid sein.
Könnte BC 007 angesichts des starken Anstiegs der Fallzahlen für eine Notfallzulassung in Frage kommen, ähnlich wie es bei den Impfstoffen gegen COVID der Fall war?
Wir werden die Entwicklung von BC 007 gezielt und mit Nachdruck vorantreiben. Wir können nicht darüber spekulieren, ob BC 007 künftig für eine Notfallzulassung in Frage kommt.
Gibt es Forschungsdaten zur Wirkung von BC 007 bei Herzinsuffizienz?
In einem bei Herzinsuffizienz anerkannten Tiermodell wurde
nach der Verabreichung von BC 007 eine deutlich erhöhte
Überlebensrate beobachtet. Beim Menschen verlängerte die
gezielte Entfernung von Antikörpern durch eine Art Blutwäsche
das Überleben von Patienten mit Herzinsuffizienz erheblich.
Eine Phase-IIa-Studie mit BC 007 bei Patienten mit
einer häufigen Form der Herzinsuffizienz (dilatative
Kardiomyopathie) hat gezeigt, dass schädliche fAAKs bei vielen
Patienten nach einer einzigen Infusion von BC 007
neutralisiert werden können. Nach einer oder zwei Infusionen
wird die Neutralisierung bei der Mehrheit der Patienten
erreicht. Derzeit werden die klinischen Daten aus dieser Phase
IIa-Studie ausgewertet.